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01 / 2026
 

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  • Aktuelle Neuigkeiten aus unseren laufenden Projekten
  • Wichtige Entwicklungen im Kinder- und Jugendschutz in Thüringen
  • Spannende Informationen und Hintergrundwissen zum Thema

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Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen!

Ihr Team der LAG Kinder- und Jugendschutz Thüringen e.V.

 

Themenübersicht


Kinder- und Jugendschutzdienste

Eröffnung des Kinder- und Jugendschutzdienstes im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt

Am 01.02.2026 wurde im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt offiziell der neue Kinder- und Jugendschutzdienst „Leuchtturm“ eröffnet. Damit wird ein wichtiger Beitrag zum Schutz und zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in der Region geleistet.

Träger des Dienstes ist das Bildungswerk Blitz, das bereits erfolgreich den Kinder- und Jugendschutzdienst im Saale-Orla-Kreis betreibt und über umfassende Erfahrung in diesem sensiblen Arbeitsfeld verfügt. 

Als Ansprechpartnerin vor Ort steht Frau Melanie Wollner zur Verfügung. Sie ist unter folgender Anschrift erreichbar:
Barfüßergasse 10
07318 Saalfeld

Der neue Dienst bietet Beratung, Unterstützung und Intervention in Fällen von Kindeswohlgefährdung und steht sowohl betroffenen jungen Menschen als auch deren Familien sowie Fachkräften zur Seite.

Kinder- und Jugendschutzdienste in Thüringen sind ein zentraler Bestandteil der präventiven und intervenierenden Jugendhilfe. Sie arbeiten niedrigschwellig, vertraulich und kostenfrei und richten sich insbesondere an Kinder und Jugendliche, die von Vernachlässigung, Gewalt oder anderen Gefährdungen betroffen sind. Darüber hinaus beraten sie Eltern sowie pädagogische Fachkräfte und kooperieren eng mit Jugendämtern, Schulen, Kitas, Polizei und weiteren Netzwerkpartnern.

Zu den Aufgaben gehören unter anderem die psychosoziale Beratung, Krisenintervention, Gefährdungseinschätzung sowie die Vermittlung weiterführender Hilfen. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche zu stärken, ihre Rechte zu schützen und nachhaltige Lösungen für belastende Lebenssituationen zu entwickeln.

Mit der Einrichtung dieses Angebots wird das Netzwerk im Bereich Kinder- und Jugendschutz im Landkreis nachhaltig gestärkt.

safe talk – real talk

Digitale Grenzverletzungen frühzeitig thematisieren: „safe talk – real talk“ stärkte 3 Jahre lang den Kinderschutz in Thüringen und zeigt Wirkung

Digitale Medien sind fester Bestandteil jugendlicher Lebenswelten – und damit auch Schauplatz neuer Formen sexualisierter Grenzverletzungen. Neben Cybergrooming und der Weitergabe intimer Bilder zeigt sich zunehmend: Viele Vorfälle geschehen in Peer-Konstellationen – innerhalb von Klassen, Freundesgruppen oder Chats. Digitale Gewalt wird so zur systemischen Aufgabe für Schule und Jugendhilfe.

Vor diesem Hintergrund startete 2023 in Thüringen das Projekt „safe talk – real talk – Sprechen über mediatisierte sexualisierte Gewalt“. Träger ist die Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Thüringen e. V., gefördert durch die Geschäftsstelle des Landesbeauftragten für Kinderschutz im Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie.

Zwischen Oktober 2023 und Dezember 2025 wurden 5.099 Schüler:innen in 250 Klassen an 130 Schulen erreicht – rund 30 Prozent aller weiterführenden Schulen im Freistaat. Die Projekttage für die Klassen 5 bis 8 werden extern moderiert und setzen auf dialogische, lebensweltorientierte Methoden statt auf reine Wissensvermittlung.

Die Evaluation zeigt deutliche Effekte: Über 80 Prozent der Teilnehmenden bewerteten den Projekttag positiv und gaben an, Neues gelernt zu haben. Rund 1.000 Schüler:innen äußerten Gesprächsbedarf zu eigenen Erlebnissen, mehr als 500 reflektierten eigenes grenzverletzendes Verhalten. Auch über 95 Prozent der Lehrkräfte empfehlen das Angebot weiter und berichten von größerer Handlungssicherheit.

Die Thüringer Erfahrungen verdeutlichen: Mediatisierte sexualisierte Gewalt ist kein Randphänomen. Wirksame Prävention beginnt dort, wo Erwachsene proaktiv Gesprächsräume eröffnen – strukturiert, dialogisch und ohne moralischen Zeigefinger.

Kinderschutzparcours

Ein starkes Jahr 2025 für Gewaltprävention und ein Ausblick auf die Fertigstellung im Sommer 2026

Im vergangenen Jahr haben wir in Thüringen mit dem Projekt Kinderschutzparcours gute Zahlen erreicht: Rund 4.500 Kinder konnten durch das Projekt erreicht werden. An gut 100 Einrichtungen wurde der Parcours über 180 Mal durchgeführt, und knapp 350 Fachkräfte nahmen an Schulungen teil. Bei aktuell 500 Grund- und Gemeinschaftsschulen in Thüringen bedeutet dies, dass bereits 20 % dieser Einrichtungen das Angebot genutzt haben – ein klares Zeichen für die hohe Bereitschaft, sich für Gewaltprävention und Kinderschutz zu engagieren. Diese positive Resonanz bestärkt uns in unserem Vorhaben, den Kinderschutzparcours weiter zu verstetigen und auszubauen.

Unser Ziel ist es, den bewährten Stationenbetrieb des Parcours noch inklusiver und diverser zu gestalten, um die Zielgruppe der 6- bis 12-Jährigen zu erweitern und insbesondere Kindern mit Beeinträchtigungen den Zugang zu erleichtern. Dazu arbeiten wir an einer Überarbeitung der Stationen, die noch besser auf die Bedürfnisse aller Kinder eingehen soll.

Ein besonderes Highlight der Weiterentwicklung ist die Einführung von „Elu“, einer neuen Hauptfigur. Elu ist eine Fantasiegestalt, die sich als Punkt aus einem Schulbuch materialisiert und den Kindern mit Hilfe und Ideen zur Seite steht. Neben den bekannten Figuren „Emma und Finn“ werden künftig auch "Rami, Antonia und Mika" den Parcours bereichern und so die Vielfalt der kindlichen Lebenswelten widerspiegeln.

Die Fertigstellung des inklusiven Parcours ist für den Sommer 2026 geplant. Wir freuen uns darauf, das überarbeitete Konzept dann allen interessierten Einrichtungen präsentieren zu können und so einen weiteren wichtigen Beitrag zur Stärkung des Kinderschutzes in Thüringen zu leisten.

Kinder- und Jugendmedienschutz

Ihre Haltung zu Social Media&Co

Die Diskussion um Social Media und ihr Nutzen bzw. die Risiken für Kinder und Jugendliche werden derzeit in aller Breite in Politik und Gesellschaft diskutiert. Ist ein Verbot die Lösung, welches die Gefährdungen adäquat eindämmen kann oder braucht es doch andere Vorgaben, die die Anbieter in die Pflicht nehmen?  Wir haben unsere Sichtweise auf die Diskussion Ende 2025 in einer Stellungnahme an den Landtag zusammengetragen, welche Sie hier einsehen können. 

Wir interessieren uns als LAG Kinder- und Jugendschutz für ihre Gedanken zu dem Thema. Dazu haben wir uns mit den Kolleg*innen der Medienreferate aus dem gesamten Bundegebiet zusammengetan, um die Haltung von Fachkräften, Eltern sowie Kindern und Jugendlichen zu dem Thema zu erfragen. Wir freuen uns, wenn Sie sich 3 Minuten Zeit nehmen, um die Umfrage auszufüllen und leiten Sie diese gerne an ihre Zielgruppen weiter:

Fachkräfte: https://survey.lamapoll.de/WirDigital-Fachkraefte/de

Kinder und Jugendliche: https://survey.lamapoll.de/WirDigital/de

Eltern: https://survey.lamapoll.de/WirDigital-Eltern/de

Lesetipp: Die aktuelle Stellungnahme der GMK (Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur).

Explorative Werkstatt: Social-Media-Inhalte als Arbeitsmaterial in der Medienbildung

Wer mit einer medienpädagogischen Perspektive im Netz unterwegs ist, dem begegnen oft Beispiele für das Leben in einer mediatisierten Gesellschaft, anhand derer man Medienbildung verdeutlichen kann. Mal sind die Inhalte erklärend, mal sind es Beobachtungen, die lustig sein können, inspirierend oder problematisch.

Lassen sich solche Inhalte sinnvoll in Prävention und Fortbildung einsetzen? Wie kann die man die Videos nutzen und wo liegen vielleicht die Grenzen? Für welche Zielgruppen sind welche Inhalte geeignet? 

Wer Lust hat gemeinsam mit unserer Referentin für Medienpädagogik, Yasmina Ramdani, diesen Fragen auf den Grund zu gehen und Lust hat an einem explorativen Werkstatt-Format teilzunehmen, kann sich gerne hier eintragen: Explorative Werkstatt: Social-Media-Inhalte als Arbeitsmaterial in der Medienbildung – Formular ausfüllen

In aller Kürze

Neuigkeiten aus dem Kinder- und Jugendschutz

  • BzKJ und klicksafe intensivieren ihre Zusammenarbeit seit Januar 2026 | mehr
     
  • Jugendliche fordern laut AWO-Studie zur Social-Media-Nutzung klare Regeln | mehr
     
  • Dunkelfeldstudie LeSuBiA des BKA über Gewalterfahrung in Deutschland | mehr
     
  • Beschluss des Bundestags zum Ganztagsausbau der Jugendarbeit | mehr
     
  • Neuer jugendschutz.net-Report zu Charakter-Chatbots | mehr
     
  • Kinder nutzen WhatsApp als Social-Media Ersatz; Studie der lfm NRW | mehr
     
  • Neuer jugendschutz.net-Report zu Meinungsblasen & Extremismus auf tiktok | mehr
     
  • Veröffentlichtung “Digitale Spiele - Pädagogisch beurteilt” Band 35 | mehr
     
  • Fachkongress im Juni zu Kooperation von Kinderschutz und Prävention | mehr
     
  • Neue Broschüre des BMBFSFJ "Deine Kinderrechte - löwenstark erklärt | mehr
     
  • Neuer jugendschutz.net-Report zur Veröffentlichung der Epstein-Files | mehr
     
  • Neue DAK-Studie zu riskanten medialen Nutzungstrends junger Menschen | mehr

Wussten Sie schon?

Im Servicebereich unserer Webseite finden Sie eine Übersicht zu weiteren spannenden Veranstaltungen rund um den Kinder- und Jugendschutz. Die Angebote werden regelmäßig aktualisiert und verweisen auf die zahlreichen bestehenden Ressourcen zu diesem Thema.

Hier kommen Sie zu den Veranstaltungen.



LAG Kinder- und Jugendschutz
Thüringen e.V.

Johannesstraße 19
99084 Erfurt

Tel. 0361 6442264

info@jugendschutz-thueringen.de

vertreten durch:
Susan Schmidt / Geschäftsführerin


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